▷ Kartelle » Definition, Erklärung & Beispiele + Übungsfragen (2023)

Kartelle sind Zusammenschlüsse von mindestens zwei Unternehmen, die trotz der Beschlüsse oder Verträge rechtlich selbstständig bleiben. Kartelle dienen dazu, die Erzeugung oder den Vertrieb von Dienstleistungen und Waren zu beeinflussen mit dem Ziel, den Wettbewerb zugunsten der am Kartell beteiligten Unternehmen zu beschränken. Aufgrund solcher Absprachen kommt es zu einer Beschränkung des Wettbewerbs, sodass ein gesamtwirtschaftlicher Schaden entstehen kann. Deshalb ist die Kartellbildung in Deutschland verboten und unterliegt den Vorgaben des Kartellrechts. Das Bundeskartellamt achtet darauf, dass die Bestimmungen eingehalten werden.

In dieser Lektion erfährst du, warum die Bildung von Kartellen verboten ist, und welche Ausnahmen es von diesem Grundsatz gibt. Am Ende der Lektion kannst du mithilfe der Übungsaufgaben deinen aktuellen Wissensstand überprüfen.

Englisch: cartels

Inhalt dieser Lektion

Wann sind Kartelle von Bedeutung?

Besteht die Gefahr, dass Unternehmenszusammenschlüsse auf eine monopolitische Beherrschung des Marktes ausgerichtet sind, wird das Bundeskartellamt einschreiten und den Zusammenschluss untersagen.

Kartelle spielen eine wichtige Rolle bei:

  • Beeinflussen der Marktposition
  • Stärkung der Marktposition
  • Unternehmensführung
  • Wirtschaftlichen Ausrichtung eines Unternehmens
  • Ausweiten der Wettbewerbsfähigkeit
  • Bildung einer Monopolstellung
  • Marktbeherrschung

Was ist ein Kartell?

Ein Kartell ist eine Zweckgemeinschaft, die aus mindestens zwei Unternehmen besteht. Trotz der Kartellbildung sind die Mitglieder grundsätzlich Konkurrenten. Die Zusammenarbeit basiert auf gemeinsamen Absprachen und Beschlussfassungen. Sie ist ausgerichtet auf die Stärkung der Marktposition gegenüber den Unternehmen, die nicht an der Kartellbildung beteiligt sind.

Im Zusammenhang mit der Kartellbildung geben die beteiligten Unternehmen ihre bislang selbstständige Position zumindest teilweise auf, indem sie sich verpflichten, gemeinschaftlich zu handeln.

Durch die Kartellbildung kann es zu einer Monopolstellung der am Kartell beteiligten Unternehmen auf dem Markt kommen, wodurch der Wettbewerb verzerrt wird. Das ist der Grund, weshalb erlaubte Kartelle unter strenger Beobachtung des Bundeskartellamtes stehen. Ansonsten sind Kartelle grundsätzlich verboten.

Sind Absprachen innerhalb eines Kartells illegal, können hohe Strafen die Folge sein. Illegal sind Absprachen, wenn sie gegen das deutsche Kartellgesetz und insbesondere gegen das GWB (Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen) verstoßen.

Die besonderen Merkmale von Kartellen

Kartelle weisen diese charakteristischen Merkmale auf:

  • Die Kartellbildung basiert auf einer Vereinbarung von rechtlich selbstständigen Unternehmen.
  • Kartellverträge werden zwischen mindestens zwei Unternehmen geschlossen, die auf demselben Markt aktiv sind.
  • Zweck der Vereinbarung ist, den Wettbewerb bezüglich der Handlungs- und Entschließungsfreiheit anderer Marktteilnehmer zu beschränken, um eine marktbeherrschende Position einzunehmen.
  • Es gibt drei Unterscheidungskriterien von Kartellen, nach dem Grad der Wettbewerbsbeschränkung, nach dem von den Absprachen erfassten Aktionsparameter und nach dem Zweck der Kartellbildung.
  • Art und Zweck der Kartellbildung unterliegen einer Einzelfallprüfung und der Kontrolle durch das Bundeskartellamt.
  • Grundsätzlich besteht im Falle einer Kartellbildung die Gefahr, dass sich Unternehmen durch die Bildung eines Kartells dem kostenintensiven Wettbewerb entziehen.
  • Diese Gefahr ist umso größer, je ähnlicher sich die Unternehmen auf einem bestimmten Markt sind. Sie können eher der Versuchung erliegen, den Markt aufzuteilen und sich gegenüber Neuanbietern abzuschotten.
  • In Deutschland sind Kartelle grundsätzlich verboten. Sie sind unwirksam, wenn sie die Voraussetzungen des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkung (GWB) erfüllen. Danach ist ein Vertrag über eine Kartellbildung unwirksam, wenn er dazu geeignet ist, den Wettbewerb zu beschränken.

Der Verbotstatbestand des § 1 GWB

Dass Kartelle grundsätzlich verboten sind, ist in § 1 GWB (Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen) gesetzlich normiert. Zentrales Merkmal ist die Beschränkung des Wettbewerbs. Gemeint ist jede Beeinträchtigung der wirtschaftlichen Freiheit, sich als Anbieter oder Nachfrager von Dienstleistungen und Produkten unabhängig und selbstständig wettbewerblich zu betätigen.

Beispiele für Wettbewerbsbeschränkungen sind:

  • Absprachen über die Preisgestaltung
  • Begrenzung von Produktions-, Verkaufs- und Forschungskapazitäten
  • Aufteilung von Märkten nach kundenbezogenen oder räumlichen Kriterien
  • Regelungen über Öffnungszeiten
  • Absprachen über Verkaufs- und Bezugsbedingungen
  • Marktinformationssysteme, die die Geheimhaltung des Wettbewerbs beeinträchtigen
  • Mengenmäßige oder ausschließliche Liefer- und Bezugsverpflichtungen

Dem Verbot des § 1 GWB unterliegen sowohl horizontale als auch vertikale Beschränkungen. Horizontale Beschränkungen gibt es zwischen miteinander im Wettbewerb stehenden Unternehmen. Seit der Angleichung an das europäische Recht gibt es auch vertikale Beschränkungen. Sie gelten für Unternehmen, die auf verschiedenen Wirtschaftsstufen tätig sind. Dabei muss es sich nicht um bereits aktive Wettbewerber handeln. Es reicht aus, dass ein Unternehmen die wirtschaftlichen und rechtlichen Voraussetzungen hat, sodass ein Markteintritt kaufmännisch sinnvoll und möglich wäre, was als „potenzieller Wettbewerb“ bezeichnet wird.

Beschlüsse und Vereinbarungen, die gegen das kartellrechtliche Verbot verstoßen, sind von Anbeginn unwirksam. Das Bundeskartellamt kann den beteiligten Unternehmen auftragen, das gegen das Kartellrecht verstoßende Verhalten einzustellen. Beim Verstoß gegen das Kartellrecht handelt es sich außerdem um eine Ordnungswidrigkeit, die mit einem Bußgeld geahndet werden kann. Die Höhe des Bußgeldes kann 10 % des Unternehmensumsatzes umfassen und bis zu 1.000.000 € betragen.

Die verschiedenen Arten von Kartellen

Es gibt Ausnahmen vom Grundsatz, sodass nicht jede Kartellbildung illegal ist. Abhängig vom Zweck eines Kartells lassen sich unterschiedliche Kartellarten unterscheiden.

Erlaubte Kartelle

Es gibt Zusammenschlüsse zu Kartellen, die legal sind und durch die sich die Marktbedingungen für Verbraucher sogar verbessern.

Beispiele für erlaubte Kartelle

  • Krisenkartell:
    Im Falle einer Krise oder bei Umsatzeinbrüchen können sich Unternehmen einer Branche zur Bewältigung der Krise zu einem Krisenkartell zusammenschließen. Das zeitlich begrenzte Krisenkartell macht es möglich, schwerwiegende wirtschaftliche Folgen für die einzelnen Unternehmen abzuwenden.
  • Mittelstandskartell:
    Das Bundeskartellamt erlaubt es kleinen und mittleren Unternehmen häufiger, sich zu einem Mittelstandskartell zusammenzuschließen. Auf diese Weise können sie gegenüber großen Unternehmen wettbewerbsfähig bleiben beziehungsweise die Wettbewerbsfähigkeit verbessern.
  • Rationalisierungskartell:
    Ein Rationalisierungskartell erfüllt den Zweck, den Wettbewerb unter den Unternehmen zu verringern. Das geschieht zum Beispiel durch die Aufteilung der verschiedenen Produktionsschritte auf alle im Kartell zusammengeschlossenen Unternehmen. Vom Kartellverbot ausgenommen ist ein Rationalisierungskartell insbesondere dann, wenn kleinere Unternehmen beteiligt sind und sich deren Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit durch den Zusammenschluss erhöht.
  • Festlegung einheitlicher Normen und Typen:
    Ein Kartell ist legal, wenn durch die Kartellbildung einheitliche Normen und Typen festgelegt werden und diese Vorgehensweise offen und transparent nach außen kommuniziert wird. Ein Normen-, Typen- und Konditionenkartell hat Beschlüsse und Vereinbarungen zum Inhalt, deren Gegenstand Liefer-, Zahlungs- und Geschäftsbedingungen sind.
  • Spezialisierungskartell:
    Erlaubt ist auch ein Spezialisierungskartell. Inhalt seiner Vereinbarungen und Beschlüsse sind wirtschaftliche Vorgänge, die auf eine Spezialisierung ausgerichtet sind.
  • Strukturkrisenkartell:
    Ein Strukturkrisenkartell hat das Ziel, die Kapazitäten an Absatzrückgänge anzupassen, die auf einer andauernden Veränderung der Nachfrage beruhen.

Verbotene Kartelle

Verboten sind grundsätzlich alle Kartelle, deren Zweck auf die Erlangung eines wirtschaftlichen Vorteils abzielt. Diese Absprachen fördern die Monopolbildung und gefährden die freie Marktwirtschaft mit für Verbraucher nachteiligen Folgen.

Beispiele für verbotene Kartelle

  • Preiskartell:
    In einem Preiskartell stimmen Unternehmen ihre Preise untereinander ab. Ziel ist einmal, einen Preiskampf zu verhindern und Waren oder Dienstleistungen mit einem höheren Gewinn zu verkaufen. Durch ein Preiskartell wäre es außerdem möglich, Konkurrenten außerhalb des Kartells durch einheitlich niedrige Preise zu benachteiligen.
  • Gebietskartell:
    Verboten ist außerdem das Gebietskartell. Es teilt sich den Markt nach Regionen auf, sodass jedes am Gebietskartell beteiligte Unternehmen in seinem jeweiligen Gebiet konkurrenzlos tätig sein kann.
  • Submissionskartell:
    Bei einem Submissionskartell legen die am Kartell beteiligten Unternehmen bei Ausschreibungen fest, wer die Ausschreibung gewinnen soll. Durch ein Submissionskartell wird der Wettbewerb nicht nur verfälscht, sondern auch ausgehebelt.
  • Produktionskartell:
    Die am Produktionskartell beteiligten Unternehmen vereinbaren bestimmte Produktionszahlen. Auf diese Weise vermeiden sie nicht nur Überproduktionen, sondern verknappen die gefertigten Güter und Waren künstlich, was zu konstanten oder steigenden Preisen und Gewinnen für die im Produktionskartell zusammengeschlossenen Unternehmen führt.

Kontrolle der Kartelle

In Deutschland hat das Bundeskartellamt die Aufgabe, Kartelle zu kontrollieren. Vor Übernahmen und Zusammenschlüssen von Unternehmen muss es prüfen, ob sich aus dem Zusammenschluss eine Monopolstellung ergeben könnte, die den freien Markt gefährdet. Dementsprechend wird das Bundeskartellamt das Vorhaben ablehnen oder genehmigen.

Im Gegensatz zum Bundeskartellamt auf nationaler Ebene überwacht auf europäischer Ebene die Europäische Union die Einhaltung von Wettbewerbsvorschriften bei Unternehmenszusammenschlüssen. Die Wettbewerbsvorschriften sind Teil des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union sowie der europäischen Fusionskontrollverordnung.

Übungsfragen

Ergebnis

#1. Warum kontrolliert das Bundeskartellamt die Bildung von Kartellen?

Das Bundeskartellamt kontrolliert die Kartellbildung, um die Monopolstellung zu verhindern und den freien Wettbewerb zu erhalten.

Das Bundeskartellamt kontrolliert die Kartellbildung, um die Monopolstellung zu verhindern und den freien Wettbewerb zu erhalten.

Die eigentliche Kontrolle über die Kartellbildung obliegt den europäischen Behörden und nicht dem Bundeskartellamt.

Die eigentliche Kontrolle über die Kartellbildung obliegt den europäischen Behörden und nicht dem Bundeskartellamt.

Das Bundeskartellamt kontrolliert die Kartellbildung, indem es die Kartelle den jeweiligen Kartellarten zuordnet.

Das Bundeskartellamt kontrolliert die Kartellbildung, indem es die Kartelle den jeweiligen Kartellarten zuordnet.

#2. Welche Aussage ist zutreffend?

In einem Krisenkartell können sich Unternehmen dauerhaft zusammenschließen, um wirtschaftliche Flauten gemeinsam zu bewältigen.

In einem Krisenkartell können sich Unternehmen dauerhaft zusammenschließen, um wirtschaftliche Flauten gemeinsam zu bewältigen.

Oftmals genehmigt das Bundeskartellamt den Zusammenschluss von kleinen und mittleren Unternehmen zu einem Mittelstandskartell, um die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern.

Oftmals genehmigt das Bundeskartellamt den Zusammenschluss von kleinen und mittleren Unternehmen zu einem Mittelstandskartell, um die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern.

Das Rationalisierungskartell steigert den Wettbewerb unter den Unternehmen und steigert so die Umsätze.

Das Rationalisierungskartell steigert den Wettbewerb unter den Unternehmen und steigert so die Umsätze.

#3. Was ist ein Beispiel für eine Wettbewerbsbeschränkung?

Absprachen über die Regelung von Öffnungszeiten.

Absprachen über die Regelung von Öffnungszeiten.

Absprachen in Bezug auf einen gemeinsamen Einkauf.

Absprachen in Bezug auf einen gemeinsamen Einkauf.

Absprachen in Bezug auf die Begrenzung von werblichen Maßnahmen.

Absprachen in Bezug auf die Begrenzung von werblichen Maßnahmen.

#4. Welche Aussage ist zutreffend?

Die Bildung eines Kartells basiert auf der Vereinbarung von mindestens drei Unternehmen, die jeweils rechtlich selbstständig sind.

Die Bildung eines Kartells basiert auf der Vereinbarung von mindestens drei Unternehmen, die jeweils rechtlich selbstständig sind.

Ziel der Kartellbildung ist, die Handlungsfreiheit anderer Marktteilnehmer einzuschränken, um eine marktbeherrschende Position zu beziehen.

Ziel der Kartellbildung ist, die Handlungsfreiheit anderer Marktteilnehmer einzuschränken, um eine marktbeherrschende Position zu beziehen.

Die Kartellbildung ermöglicht es Unternehmen, ein breiteres Spektrum an werbliche Maßnahmen umzusetzen.

Die Kartellbildung ermöglicht es Unternehmen, ein breiteres Spektrum an werbliche Maßnahmen umzusetzen.

Fertig

FAQs

Was ist ein Kartell kurz erklärt? ›

Mehrere Unternehmen verkaufen das gleiche Produkt. Sie sprechen sich untereinander ab, zum Beispiel für wie viel Geld sie das Produkt verkaufen. Das nennt man Kartell.

Was gibt es für Kartellarten? ›

In erster Linie sind davon die folgenden drei Kartellarten betroffen:
  • Gebietskartell.
  • Submissionskartell.
  • Preiskartell.

Was ist ein Kartell für Kinder erklärt? ›

Zu einem Kartell gehören, rechtlich gesehen, immer mehrere Handelnde (mindestens zwei), welche auch unabhängig voneinander tätig sind. Man hat es also mit ähnlich starken Partnern zu tun. Das besondere an einem Kartell ist, dass seine Mitglieder eigentlich selbst miteinander konkurrieren.

Was sind Kartelle und welchen Zweck verfolgen Sie? ›

Das Wirtschaftskartell ist in der Wirtschaft ein Kartell, bei dem es Absprachen oder abgestimmte Verhaltensweisen zwischen zwei oder mehr Wettbewerbern auf der Anbieter- oder Nachfragerseite zur Abstimmung ihres Wettbewerbsverhaltens auf einem Markt gibt.

Welche Aufgaben hat das Kartell? ›

Das Bundeskartellamt ist eine unabhängige Wettbewerbsbehörde, deren Aufgabe der Schutz des Wettbewerbs in Deutschland ist. Dieser Schutz ist eine zentrale ordnungspolitische Aufgabe in einer marktwirtschaftlich verfassten Wirtschaftsordnung.

Welche Vorteile hat ein Kartell? ›

Kartelle dienen in der Regel dazu, dass sich die beteiligten Unternehmen einen unfairen Vorteil verschaffen. Manchmal kann dieser Vorteil aber auch allen Menschen in der Gesellschaft zu Gute kommen. So bilden etwa die gesetzlichen Krankenkassen ein Monopol in Deutschland.

Was ist das größte Kartell der Welt? ›

Stand 2022 wird die Organisation von Söhnen und früheren Geschäftspartnern des einstigen Kartellchefs Joaquín Guzmán (auch El Chapo genannt) geführt. Die United States Intelligence Community bezeichnete 2010 das Sinaloa-Kartell als „die mächtigste Organisation im Drogenhandel weltweit“.

Wann entsteht ein Kartell? ›

der vertragliche Zusammenschluss von Unternehmen gleicher Produktions- oder Handelsstufe, die rechtlich selbstständig bleiben, ihre wirtschaftliche Selbstständigkeit jedoch ganz oder zum Teil aufgeben, um daraus einen Wettbewerbsvorteil zu erzielen.

Woher kommt Kartell? ›

Als Begriff im heutigen Sinne tauchte das Kartell ersichtlich erstmals um 1865 auf, als es in Deutschland vier Kartelle gab. Die Kartellbewegung nach 1870 verstärkte durch die Industrialisierung in Europa und Nordamerika das Bedürfnis nach Kooperation zwischen den Betrieben ein und derselben Branche.

Wer prüft Kartelle? ›

Haben Sie den Verdacht, dass der Staat die Gesetze gebrochen hat? Dann können Sie das dem Bundes-Kartell-Amt melden. Das Bundes-Kartell-Amt prüft, ob dieser Verdacht stimmt.

Wer bekämpft Kartelle? ›

Die Aufgaben der Wettbewerbskommission sind die Bekämpfung von schädlichen Kartellen, die Missbrauchsaufsicht über marktbeherrschende Unternehmen, die Durchführung der Fusionskontrolle sowie die Verhinderung staatlicher Beschränkungen des Wettbewerbs und des interkantonalen Wirtschaftsverkehrs.

Wo sind Kartelle erlaubt? ›

Erlaubte Kartelle

Dies ist unter anderem in folgenden Fällen denkbar: Bei Krisen und Umsatzeinbrüchen in einer Branche können sich Unternehmen vorübergehend zu einem Krisenkartell zusammenschließen, um schwerwiegende wirtschaftliche Folgen für die einzelnen Unternehmen zu verhindern.

Wer leitet das Kartellamt? ›

Andreas Mundt, amtierender Präsident seit 2009.

Warum können Kartelle gefährlich sein? ›

Kartellabsprachen führen regelmäßig zu überhöhten Preisen bei sinkender Produktqualität. Gleichzeitig wird durch die Ausschaltung des Wettbewerbs die Innovationskraft der Unternehmen gebremst. Kartelle schaden damit der Gesamtwirtschaft und insbesondere dem Verbraucher.

Welche Kartelle sind möglich und erlaubt? ›

Erlaubt sind beispielsweise sogenannte Mittelstands-Kartelle. Dabei ist kleineren und mittleren Unternehmen eine Zusammenarbeit erlaubt, wenn sie der Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit dient und gleichzeitig den Wettbewerb nicht beeinträchtigt.

Wie nennt man den Chef eines Kartells? ›

Die Mexikaner nennen sie "La Jefa" (Die Chefin) oder "Narcomami". Laut DEA und der mexikanischen Generalstaatsanwaltschaft PGR führt "La Jefa" das einst mächtige Tijuana-Kartell, das ihre Brüder Ramón und Benjamín Arellano Félix Ende der achtziger Jahre gründeten.

Woher kommt der Name Kartell? ›

Herkunft: Von französisch cartel fr „schriftliche Vereinbarung“ im 17. Jahrhundert entlehnt; aus italienisch cartello it „Vereinigung, eigentlich: Zettel“; zu carta it „Karte, Papier“ gebildet; aus lateinisch charta la „Urkunde“; vergleiche Karte.

Wer sind die Kartelle? ›

Drogenkartelle (auch Drogen-Syndikate) werden Ringe von Drogenhändlern genannt, die im großen Stil illegal Drogen vertreiben und meist mafiöse Strukturen aufweisen. Oft sind sie jedoch keine tatsächlichen Kartelle, also Zusammenschlüsse von Konkurrenten, sondern hierarchisch strukturierte kriminelle Organisationen.

Wie reich ist das Kartell? ›

El Chapo: Das Vermögen des Drogenboss
Geschätztes Vermögen12 Milliarden Euro
NationalitätMexiko
Familienstandverheiratet mit Emma Coronel Aispuro
BerufDrogenboss
Voller NameJoaquín Guzmán Loera
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Jan 2, 2023

Was sind Kartellabsprachen? ›

Kartellabsprachen sind horizontale Absprachen und beziehen sich auf Vereinbarungen, die zwischen Unternehmen auf gleicher Wertschöpfungsstufe bestehen.

Wie kann ein Kartell aufgedeckt werden? ›

Doch viele Kartelle agieren weiterhin unentdeckt und belasten die Konsumenten mit überhöhten Preisen. Die Wettbewerbsbehörden stützen ihre Ermittlungen bisher vor allem auf die Kronzeugenregelung. Die Autoren stellen ein Modell vor, um Märkte generell auf Kartellverdacht zu screenen und ein Warnsystem zu installieren.

Wo produziert Kartell? ›

An Kartell Stühlen haben Sie, bei sachgemässer Handhabung, jahrelang Freude! Bis heute werden alle Kartell Möbel unter hohem technischem Einsatz in italienischer Produktion gefertigt.

Wer ist jetzt der größte Drogenboss? ›

Liste der 37 Drogenbosse (Mexiko)
Nr.KartellKopfgeld (Pesos)
1Beltrán-Leyva-Kartell$30M
2Beltrán-Leyva-Kartell$30M
3Beltrán-Leyva-Kartell$30M
4Beltrán-Leyva-Kartell$30M
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Warum sind in der sozialen Marktwirtschaft Kartelle verboten sind? ›

Grundsätzlich sind Kartelle verboten, wenn sie sich durch ihre Absprachen einen wirtschaftlichen Vorteil verschaffen, die freie Marktwirtschaft gefährden oder ein Monopol bilden. Denn dadurch entstehen Nachteile für VerbraucherInnen.

Wann ist ein Kartell? ›

Ein Kartell ist ein Zusammenschluss von mindestens zwei Unternehmen, wobei beide entweder Anbieter oder Nachfrager bestimmter Marktgüter sind. Der Zusammenschluss erfolgt mit dem Ziel, sich einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen. Aus diesem Grund sind Kartelle grundsätzlich verboten.

Wann spricht man von Kartell? ›

Was ist ein Kartell? Koordinieren Wettbewerber untereinander ihr Verhalten auf einem Markt und bezweckt oder bewirkt diese Koordination eine Beschränkung des Wettbewerbs, so spricht man von einem Kartell. Wettbewerbsbeschränkende Vereinbarungen zwischen Unternehmen können verschiedene Formen annehmen.

Welche Schäden entstehen durch Kartelle? ›

Kartelle und missbräuchliches Verhalten marktbeherrschender Unternehmen führen durch Beschränkungen des Wettbewerbs einerseits zu erheblichen volkswirtschaftlichen Wohlfahrtsverlusten und schädigen andererseits durch überhöhte Preise und reduzierte Qualität der Produkte und Dienstleistungen auch die Abnehmer und ...

Wie ist ein Kartell aufgebaut? ›

Die Mitglieder eines Kartells sind voneinander unabhängig, sie handeln miteinander und gleichzeitig gegeneinander ihre Interessen aus. Es muss also mindestens zwei Teilnehmer geben, und diese bestimmen ihre Interessen autonom.

Wo gilt das Kartellrecht? ›

Das deutsche Kartellrecht ist im Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen verankert (GWB), während das europäische Kartellrecht von den nationalen Wettbewerbsbehörden durchgesetzt wird.

Was tun gegen Kartelle? ›

beitragen, ein Kartell aufzudecken, die Geldbuße erlassen oder reduziert werden. Halten Sie es für richtig, dass ein Kronzeuge im besten Fall straffrei ausgeht? gegen die verantwortlichen Unternehmen im Vordergrund. Diskutieren Sie beide Möglichkeiten, Kartelle zu ahnden.

Was kann man gegen Kartelle machen? ›

Verstöße gegen kartellrechtliche Verbote kann das Bundeskartellamt gemäß § 81 GWB als Ordnungswidrigkeit verfolgen. Nach Durchführung eines entsprechenden Verfahrens erfolgt die Verfahrensbeendigung der Kartellbehörde durch einen Einstellungsbescheid, eine Verwarnung oder durch Erlass eines Bußgeldbescheids.

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Author: Carlyn Walter

Last Updated: 11/21/2022

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Name: Carlyn Walter

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Job: Manufacturing Technician

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Introduction: My name is Carlyn Walter, I am a lively, glamorous, healthy, clean, powerful, calm, combative person who loves writing and wants to share my knowledge and understanding with you.